Brustgesundheit

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

viele von Ihnen kennen wir persönlich, manche leider noch nicht. Wir genießen den Vorzug, von Ihnen - von außergewöhnlich kompetenten Kolleginnen und Kollegen - umgeben zu sein, und möchten Ihnen auf diesem Weg für die hervorragende, oft schon viele Jahre währende Zusammenarbeit danken.

Nehmen wir es persönlich

Unser neu geschaffenes interdisziplinäres Zentrum für Brustgesundheit will kurze Wege und einen unkomplizierten, menschenorientierten Umgang - mit den Frauen, für uns intern, aber auch nach außen mit Ihnen.

Im Rahmen des ersten Partnertags des Kardinal Schwarzenberg Klinikums haben Sie und wir die Gelegenheit, uns persönlich kennen zu lernen, und in persönlichen Gesprächen Wünsche, Anliegen und Anregungen auszutauschen. Uns vereint ein gemeinsames Ziel - die bestmögliche Betreuung der Frauen in unserer Region.

Ihr herausragendes Engagement in dieser Sache begegnen wir täglich in unserer Arbeit, und verdient höchsten Respekt und Anerkennung. Es ist ein Auftrag an uns, den wir mit größter Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit zu erfüllen suchen.

Lernen Sie uns kennen

Am 30. November 2016 ab 18:00 im Rahmen des Partnertags des Kardinal Schwarzenberg Klinikums.

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf das persönliche Gespräch mit Ihnen!

Sabine Schäfer
Agnes Gruber
Michael Klement

Brustkrebs IllustrationZunächst - den Brustkrebs gibt es nicht. Allgemein wird damit eine bösartige Wucherung bezeichnet, die aus dem Brustdrüsengewebe hervorgeht.

Das Brustdrüsengewebe besteht aus den Drüsenläppchen und den Milchgängen (siehe Aufbau der weiblichen Brust). Je nach seiner Herkunft hat der Tumor unterschiedliche Eigenschaften und Verhaltensmerkmale. Generell verhalten sich Tumore, die von den Milchdrüsenläppchen ausgehen, gutartiger als jene, die von den Milchgängen herrühren.

Zur genauen Bewertung des Tumors sind jedoch noch viele weitere Merkmale - wie etwa die Hormonrezeptoren - zu berücksichtigen, weshalb das Tumorgewebe vor der Behandlung einer intensiven Analyse durch den Pathologen unterzogen wird. Jeder Brustkrebs ist individuell, weshalb eine Behandlung auch immer individuell auf die betroffene Frau abgestimmt wird.

 

Was sind die wichtigsten Merkmale zur Tumorbewertung?

Das wichtigste Merkmal ist die Ausbreitung des Tumors (TMN-Klassifikation), die eng mit der Größe bei seiner Entdeckung zusammenhängt. Je kleiner der Tumor bei seiner Diagnose ist, desto besser und erfolgreicher sind seine Behandlungsmöglichkeiten.

Und genau hier setzt die Vorsorgeuntersuchung an. Sie kann keinen Brustkrebs verhindern. Aber sie kann ihn zumeist in einem Stadium erkennen, wo der eingetretene Schaden für Ihre Gesundheit noch gering ist, und Sie damit beste Aussichten auf eine Heilung haben.

Ist Brustkrebs häufig?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau, und er ist die häufigste Krebserkrankung überhaupt. Statistisch erkrankt jede 13. Frau in Österreich im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Daran kann die Medizin derzeit nichts ändern. Ihr persönliches Risiko, an dieser Erkrankung vorzeitig zu versterben, können Sie allerdings durch eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung selbst beeinflussen.

Die Vorsorgeuntersuchung kann Brustkrebs nicht verhindern. Aber sie kann ihn zumeist so früh erkennen, dass der Schaden für Ihre Gesundheit noch gering, und Ihre Heilungsaussicht ausgezeichnet ist.

Ist Brustkrebs gefährlich?

Derzeit verstirbt in Österreich etwa jede dritte Frau, die an Brustkrebs erkrankt ist, an den direkten oder indirekten Folgen ihrer Erkrankung. Dieses Verhältnis ließe sich durch eine stärkere Wahrnehmung des Vorsorgeangebots in der weiblichen Bevölkerung deutlich verbessern.

Zum Vergleich: Bis zu den 70er Jahren - also noch vor der Entwicklung von Früherkennungsprogrammen - führte Brustkrebs beinahe immer zum Tod der erkrankten Frau (siehe auch Geschichte des Brustkrebs).

Natürlich haben sich auch die Behandlungsmöglichkeiten seither enorm verbessert. Doch ist die führende Rolle der Früherkennung in der Senkung der Brustkrebssterblichkeit weiterhin völlig unbestritten, und wird es auch mittelfristig bleiben.

Die Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung ist die tragende Säule für die Senkung Ihres Risikos, an Brustkrebs zu versterben.

Kann ich Brustkrebs verhindern?

Nein. Sollten Sie im Laufe Ihres Lebens an Brustkrebs erkranken, gab es - nach heutigem Stand des Wissens - in Ihrem Leben vor der Erkrankung keine Möglichkeit, dies mit Sicherheit zu verhindern.

Brustkrebs ist für die betroffene Frau eine schicksalhafte Erkrankung. Sie hätte sie nicht verhindern können.

Kann ich mein persönliches Brustkrebsrisiko senken?

Ja. Ein Lebensstil mit viel Bewegung (z.b. Laufen, Joggen) senkt nachweislich das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Dies trifft allerdings für viele Krebsarten zu, richtet sich also nicht speziell gegen Brustkrebs. Frauen, die gestillt haben, erkranken weniger häufig an Brustkrebs, als Frauen, die nicht gestillt haben. Auch übermäßiger Alkoholkonsum erhöht das Brustkrebsrisiko.

In Österreich erkranken jährlich mehr als 5.000 Frauen neu an Brustkrebs. Unter Berücksichtigung der Altersverteilung sind das etwa 76 Brustkrebsfälle pro 100.000 Einwohnerinnen. Brustkrebs ist damit die häufigste Krebserkrankung der Frau, und, umgelegt auf die Gesamtbevölkerung, die häufigste Krebsart überhaupt; beinahe jede dritte Krebserkrankung betrifft die Brust.

Jede 13. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs

Das ist eine verständlichere Darstellung des Zahlenmaterials und rein statistisch gesehen; es sagt daher noch nichts über Ihr persönliches Risiko aus. Allerdings ist diese Zahl sehr konstant. Sie unterliegt nur geringfügigen Schwankungen, und ist durch die Medizin derzeit - und wohl auch auf längere Sicht gesehen - nicht beeinflussbar. Brustkrebs ist eine schicksalhafte Erkrankung, deren Ursache, von Spezialfällen wie die familiäre genetische Disposition abgesehen, unbekannt ist.

Kann ich mich vor Brustkrebs schützen?

Es sind bestimmte Risikofaktoren bekannt, die mit Brustkrebs zusammenhängen - etwa übermäßiger Alkoholkonsum und Bewegungsarmut. Frauen, die gestillt haben, erkranken weniger häufig an Brustkrebs als Frauen, die nicht gestillt haben. Auch hat sich herausgestellt, dass die Hormonersatzbehandlung Brustkrebs begünstigt. Jedoch erkranken auch viele Frauen an Brustkrebs, für die keine der genannten Risikofaktoren zutrifft. Deshalb lautet die Antwort leider - Nein. Sie können sich nicht aktiv vor Brustkrebs schützen.

Wofür dann vorsorgen?

Die Vorsorge kann eine Brustkrebserkrankung nicht verhindern. Sie kann jedoch verhindern, dass Sie an Brustkrebs oder an dessen Folgen versterben. Brustkrebs hat im Frühstadium eine gute Aussicht auf Heilung. Je größer der Tumor bei seiner Entdeckung ist, desto schlechter werden im Allgemeinen die Heilungchancen, auch wenn dies von zusätzlichen Faktoren wie Tumorart und Ausbreitungsstadium zusammenhängt.

Die weibliche Brust besteht in Hauptsache aus den vier Komponenten Fettgewebe, Bindegewebe, und den Milchgängen und Milchdrüsenläppchen, die zusammen die Brustdrüse bilden:

Gewebe der Brust

 

Das Fettgewebe gibt der Brust ihre Form, das Bindegewebe durchzieht die Brust in gewölbten, fächerartigen Bahnen und verleiht ihr Stabilität. Die Milchgänge leiten die Milch zur Brustwarze, und in den Drüsenläppchen wird die Milch gebildet; die rotbraune Fläche in den obigen Abbildungen symbolisiert den Brustmuskel.

Aufbau der Brustdrüse

Die Brustdrüse gliedert sich in 10 bis 16 Drüsenlappen, im obigen Bild sind vier davon dargestellt. Ein Drüsenlappen lässt sich gut mit einem Baum vergleichen:

Der Stamm des Baums endet in der Brustwarze, seine Äste und Zweige entsprechen den Milchgängen, und die Blätter bilden die Milchdrüsenläppchen. Die 'Blätter' sind allerdings nicht flach, sondern sehen eher wie Himbeeren mit einem kurzen Stiel aus - hier eine Sicht durch das Mikroskop:

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Aufbau der Brust

Die vier oben genannten Gewebearten sind in ihren Anteilen in jeder Brust individuell angelegt. Die meisten Frauen haben eine ausgewogene Verteilung, bei manchen kann jedoch eine bestimmte Gewebeart überwiegen. Dazu verändert sich die Brust mit zunehmendem Alter, die Milchgänge und das Bindegewebe werden vor allem nach dem Wechsel dünner, die 'Blätter' des Baums 'verwelken' - die Drüsenläppchen schrumpfen also, und der Fettgewebeanteil wird größer. Üblicherweise entwickeln sich diese Veränderungen von innen nach außen, und von unten nach oben.

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Tumore können aus allen vier Gewebearten hervorgehen. Tumore des Binde- und Fettgewebes sind zumeist gutartig, Tumore der Milchgänge und Drüsenläppchen sind meist bösartig. Diese Tumore werden üblicherweise als Brustkrebs bezeichnet.

Ob Sie nun eine Vorsorgeuntersuchung benötigen, eine auffällige Veränderung an Ihrer Brust untersucht und weiter abgeklärt werden soll, Sie eine Zweitmeinung einholen möchten, Ihre Tumorbehandlung oder -nachsorge in unsere Hände legen wollen, oder ein anderes Anliegen haben - unsere Brustambulanz steht Ihnen rasch und unkompliziert für alle Belange Ihrer Brustgesundheit zur Verfügung.

Vertrauen verpflichtet

Häufig wird an Stellen wie dieser auf die langjährige Erfahrung verwiesen (ja, die haben wir), auf den letzten Stand in der Medizin und Technik (ist für uns selbstverständlich), auf Teamarbeit, Empathie, Richtlinien und Zertifikate (alles schön und gut).

Doch ist Vertrauen für uns vor allem etwas Persönliches. Eine Angelegenheit zwischen Menschen. Zwischen Ihnen und uns. Sie sollen sich bei uns immer gut beraten, und immer gut aufgehoben fühlen, mit welchem Anliegen Sie auch an unsere Ambulanz kommen. Dazu sehen wir uns - über Fachwissen und Technik hinaus - verpflichtet.

Einen zeitnahen Termin für eine Vorsorgeuntersuchung können Sie gerne hier vereinbaren. Bitte beachten Sie, dass Ihre eCard normalerweise nur einmal in zwei Jahren für eine Vorsorgeuntersuchung freigeschaltet ist, genauere Details finden Sie hier. Sollten Sie das erstemal an unsere Ambulanz herantreten, bringen Sie bitte Ihre vorangegangenen Mammographien - so vorhanden - mit.

Obwohl die meisten Brustveränderungen gutartig sind, sollten Sie diese - schon um den Zeitraum Ihrer Beunruhigung kurz zu halten - so rasch wie möglich untersuchen lassen. Vereinbaren Sie bitte deshalb gleich einen Termin mit uns, wir bemühen uns, diesen möglichst zeitnahe, üblicherweise innerhalb von ein bis zwei Arbeitstagen zu vergeben.

An unserer Ambulanz  wird Ihre Brust zunächst klinisch untersucht, abgetastet und im ausführlichen persönlichen Gespräch die Begleitumstände der Veränderung erhoben. Sollte es notwendig sein, werden überdies bildgebende Untersuchungen (üblicherweise Ultraschall oder Mammographie) angeschlossen. Bringen Sie deshalb bitte Ihre früheren Mammographien - wenn vorhanden - mit, sollten Sie diese nicht bei uns gemacht haben.

Alle erhobenen Befunde werden in unserem fachübergreifenden Team sofort besprochen, und - falls notwendig - auf Wunsch am selben Tag oder ansonsten an einem der Folgetage eine weiterführende Abklärung (Stanzbiopsie oder MR-Mammographie) durchgeführt. Für diesen diagnostischen Eingriff ist in der Regel kein stationärer Aufenthalt erforderlich, ist jedoch auf Ihren Wunsch hin selbstverständlich möglich.

Auch wenn wir es uns alle wünschen würden, dass es nicht eintritt - manchmal ist eine Vorsorgeuntersuchung auffällig. Dann ist rasche Gewissheit für Sie, aber auch für uns die beste Wahl. Häufig löst sich dabei der ursprüngliche Verdacht in Wohlgefallen auf.

Vereinbaren Sie bitte einen Termin mit unserer Brustambulanz, wir bemühen uns, diesen so rasch wie möglich - üblicherweise binnen zwei bis drei Arbeitstagen - einzuräumen, und bringen Sie bitte die erhobenen radiologischen Befunde und Bilder (üblicherweise auf CD) mit.

An unserer Ambulanz wird Ihre Brust zunächst klinisch untersucht, abgetastet und im ausführlichen persönlichen Gespräch die Begleitumstände der Veränderung erhoben. Ihre Bilder werden begutachtet, und noch zusätzliche Untersuchungen (üblicherweise Ultraschall und gegebenenfalls mammographische Spezialaufnahmen) durchgeführt, um zusammen mit Ihnen über die für Sie optimalste weitere Vorgangsweise zu entscheiden.

Sollte dabei eine Gewebeprobeentnahme notwendig sein, kann diese - sollte dies Ihr Wunsch sein und die Umstände es erlauben - noch am selben Tag durchgeführt werden. Wir raten Ihnen jedoch zu einer geplanten Vorgangsweise, üblicherweise am nächsten Tag, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Der Eingriff wird normalerweise ambulant durchgeführt, Sie können sich jedoch auch für einen stationären Aufenthalt entscheiden, sollte dies Ihr Wunsch sein.

Wann erfahre ich das Ergebnis?

Üblicherweise ist die Arbeit des Pathologen am nächsten Arbeitstag abgeschlossen. Wird die Gewebeprobeentnahme im Rahmen eines stationären Aufenthalts durchgeführt, kann Ihnen das Ergebnis bereits um die Mittagszeit des Folgetages bekannt gegeben werden. Wurde der Eingriff ambulant durchgeführt, erhalten Sie von der für Sie verantwortlichen Fachärztin bereits vorab einen Termin zur Befundbesprechung.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir unter keinen Umständen telefonische Auskünfte erteilen. Der Schutz Ihrer Privatsphäre wäre nicht gewährleistet, auch wäre im Falle eines ungünstigen Ergebnisses die professionelle Beratung und Betreuungsmöglichkeit vor Ort nicht vorhanden.

Im Rahmen der individuell abgestimmten Brustkrebsbehandlung sind vor Beginn der Therapie weitere Untersuchungen notwendig, um das Ausmaß der Erkrankung auf andere Organe einzuschätzen (CT-Thorax, CT-Abdomen, Knochenszintigrafie). Um die Ausdehnung der Tumorerkrankung in der Brust ganz genau feststellen zu können, wird eine MR-Mammografie durchgeführt um eine optimale Operationsplanung zu gewährleisten. Sobald alle Befunde erhoben worden sind, tritt das Mammaboard zusammen und legt die auf ihren Fall maßgeschneiderte Behandlungsstrategie fest. Dies wird dann mit Ihnen in persönlichen Gesprächen mit uns ausführlich besprochen und der Behandlungsstart wird festgelegt.

In diesem Fall wenden Sie sich vertrauensvoll an die diesbezügliche Expertin in unserer Brustambulanz  nach telefonischer Terminvereinbarung unter 06415/7101-6420. In einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen wird der Familienstammbaum erhoben und es werden die Erkrankungsfälle von Brust- und Eierstockkrebs dokumentiert.
Sollte sich dort ein erhöhtes Risiko zeigen, wird ihnen Blut entnommen werden, welches auf Veränderungen im Brustkrebsgen 1 und Brustkrebsgen 2 untersucht wird.
Nach Erhalt der Befunde dieser Blutuntersuchung werden Sie zu einem persönlichen Gespräch in unserer Brustambulanz eingeladen, dort wird das Ergebnis und deren Konsequenzen ausführlich besprochen werden.

Selbstverständlich betreuen wir Sie auch nach einer Brustkrebsbehandlung in regelmäßigen Abständen in unserer Brustambulanz nach telefonischer Terminvereinbarung (06415/7101-6420). Bei diesen Kontrollen untersuchen wir die Brust auch mittels Ultraschall, Legen den Zeitpunkt für die nächste Mammografie fest und kümmern uns  um mögliche Probleme, die im Rahmen einer Brustkrebsbehandlung auftreten können.

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